SCHACH IN BERLIN-WEDDINGFreitags ab 19 Uhr treffen wir uns am Brett.

Die Regeln kennen.
Das Spiel
genießen.

Sechs Figurenarten, klare Zugweisen und immer neue Ideen. Hier lernst du die Grundlagen für deine erste Partie und kannst sie direkt am Beispielbrett entdecken.

Die Ausgangsstellung · Weiß beginnt.
Das helle Eckfeld liegt rechts unten.

64 Felder.
Ein gemeinsames Ziel.

Du gewinnst, indem du den gegnerischen König schachmatt setzt. Dafür muss er angegriffen sein und der Gegner darf keinen legalen Zug haben, der das Schach aufhebt.

01 · DAS BRETT

Rechts unten wird’s hell.

Stelle das Brett so hin, dass rechts unten ein helles Feld liegt. Die Linien heißen a bis h, die Reihen 1 bis 8. Damit hat jedes Feld einen Namen, zum Beispiel e4.

02 · DIE AUFSTELLUNG

Die Dame liebt ihre Farbe.

Weiß stellt seine Hauptfiguren auf Reihe 1, die Bauern auf Reihe 2. Schwarz nutzt Reihe 8 und 7. Die Damen stehen auf d1 und d8, die Könige auf e1 und e8.

Die Aufstellung im Detail ↗
03 · DER ABLAUF

Weiß macht den Anfang.

Beide Seiten starten mit 16 Figuren. Ihr zieht abwechselnd. Auf einem eigenen Stein kannst du nicht landen. Ein geschlagener gegnerischer Stein wird vom Brett genommen.

Jede Figur
hat ihren eigenen Weg.

Wähle eine Figur und klicke auf ein Feld, um sie dort zu platzieren. Die Markierungen zeigen ihre Zugweise auf einem sonst leeren Brett.

Zwei Felder gerade, eins zur Seite.

Der Springer

Der Springer zieht in einer L-Form: zwei Felder in eine Richtung und eines rechtwinklig dazu. Er darf über andere Figuren springen.

Nur das Zielfeld zählt: Eine eigene Figur darf dort nicht stehen.

Zugfeld

Springer auf d4: 8 erreichbare Felder.

Das Beispiel zeigt die Zugweise ohne Hindernisse und gegnerische Angriffe. In einer Partie begrenzen andere Figuren und die Sicherheit des eigenen Königs die erlaubten Züge.

Kleine Ausnahmen.
Große Wirkung.

Diese drei Regeln gehören zum Schach dazu. Bei jedem Beispiel gilt weiterhin: Der eigene König muss sicher bleiben.

SONDERREGEL 01

Die Rochade

Der König zieht zwei Felder zum Turm. Der Turm landet auf dem Feld, das der König überquert hat. Beides zusammen zählt als ein Zug.

BEISPIEL: KURZE ROCHADE MIT WEISSKönig: e1 → g1
Turm: h1 → f1
Wann ist sie erlaubt?
  • König und beteiligter Turm haben noch nie gezogen.
  • Zwischen ihnen steht keine Figur.
  • Start-, Durchgangs- und Zielfeld des Königs sind nicht angegriffen.
  • Du bewegst zuerst den König, dann den Turm, mit derselben Hand.
SONDERREGEL 02

En passant

Ein gegnerischer Bauer zieht aus der Ausgangsstellung zwei Felder und landet neben deinem Bauern. Du darfst ihn so schlagen, als wäre er nur ein Feld gezogen.

BEISPIEL MIT WEISS AUF e5Schwarz: d7 → d5
Weiß: e5 → d6; der Bauer auf d5 geht vom Brett.
Nur sofort möglich.

Dieses Schlagen ist ausschließlich im direkt folgenden Zug erlaubt. Spielst du etwas anderes, verfällt die Möglichkeit. Es ist freiwillig.

SONDERREGEL 03

Die Umwandlung

Erreicht ein Bauer die letzte Reihe, muss er sofort durch eine Dame, einen Turm, einen Läufer oder einen Springer seiner Farbe ersetzt werden.

BEISPIEL MIT WEISSBauer: e7 → e8
Du wählst zum Beispiel eine Dame: e8=D.
Die Wahl gehört dir.

Die neue Figur muss nicht vorher geschlagen worden sein. Mehrere Damen sind möglich. König und Bauer stehen nicht zur Wahl.

Schach ist eine Drohung.
Matt und Patt beenden die Partie.

Entscheidend ist die Stellung der Seite am Zug: Ist ihr König angegriffen, und gibt es noch einen legalen Zug?

DIE PARTIE GEHT WEITER

Schach

Der König wird angegriffen. Du musst das Schach abwehren, zum Beispiel durch einen Königszug, das Schlagen des Angreifers oder das Dazwischenstellen einer Figur. Welche Abwehr möglich ist, hängt von der Stellung ab.

Der nächste Zug muss den König retten.
DIE ANGREIFENDE SEITE GEWINNT

Schachmatt

Der König steht im Schach und kein legaler Zug kann den Angriff abwehren. Damit ist die Partie sofort beendet.

Im Schach + keine legale Abwehr = Matt.
DIE PARTIE ENDET UNENTSCHIEDEN

Patt

Die Seite am Zug hat keinen einzigen legalen Zug, steht aber nicht im Schach. Es zählt die gesamte Stellung, nicht nur die Beweglichkeit des Königs.

Kein Schach + kein legaler Zug = Patt.

Gut zu wissen.
Leicht nachzuschlagen.

Für die erste Partie reichen die Grundlagen. Hier findest du ergänzende Regeln, die Zugnotation und einige häufige Schachbegriffe.

Wann ist eine Partie außerdem remis?

Eine tote Stellung endet sofort remis: Keine Seite kann mit irgendeiner legalen Zugfolge mattsetzen. Auch ein vereinbartes Remis ist möglich; Turnierausschreibungen können Remisangebote einschränken.

SituationFolge
Dreimal dieselbe StellungRemisanspruch nach korrekter Reklamation
50 Züge je Seite ohne Bauernzug und ohne SchlagzugRemisanspruch nach korrekter Reklamation
Fünfmal dieselbe StellungAutomatisches Remis
75 Züge je Seite ohne Bauernzug und ohne SchlagzugAutomatisches Remis; Matt durch den letzten Zug hat Vorrang

Bei Stellungswiederholungen müssen auch Zugrecht und Zugmöglichkeiten übereinstimmen. Gleiche Figuren auf gleichen Feldern allein reichen nicht immer. Im Turnier die Reklamation vor dem Berühren einer Figur mit dem Schiedsrichter klären.

Was bedeutet „berührt, geführt“?

Berührst du am Zug absichtlich eine eigene Figur zum Ziehen, musst du sie ziehen, wenn das legal möglich ist. Eine absichtlich zum Schlagen berührte gegnerische Figur musst du schlagen, wenn es legal geht. Willst du nur eine Figur zurechtrücken, kündige das vorher an, zum Beispiel mit „Ich korrigiere“.

Wie funktionieren Uhr und Bedenkzeit?

Nach deinem Zug drückst du mit derselben Hand die Uhr. Nun läuft die Zeit des Gegners. Die Bedenkzeit legt das Turnier fest. Zeitüberschreitung verliert grundsätzlich; kann der Gegner mit keiner legalen Zugfolge mattsetzen, ist die Partie remis.

Wie schreibt man Schachzüge auf?
NotationBedeutung
e4Ein Bauer zieht nach e4.
Sf3Ein Springer zieht nach f3.
Lxe5Ein Läufer schlägt auf e5.
0-0 / 0-0-0Kurze / lange Rochade
e8=DBauernumwandlung zur Dame auf e8
+ / #Schach / Schachmatt

Die deutschen Figurenkürzel sind K, D, T, L und S. Bauern haben kein eigenes Kürzel. Können mehrere gleiche Figuren das Zielfeld erreichen, wird die Herkunft präzisiert.

Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel?

Eröffnung: Du bringst Figuren ins Spiel und bereitest die Königssicherheit vor. Mittelspiel: Pläne, Angriffe und taktische Ideen greifen ineinander. Endspiel: Bei reduziertem Material werden aktive Könige und die Umwandlung von Bauern oft besonders wichtig. Die Übergänge sind fließend.

Was sind eine Gabel und eine Fesselung?

Bei einer Gabel greift eine Figur mehrere gegnerische Steine gleichzeitig an. Bei einer Fesselung steht hinter der angegriffenen Figur ein wichtiges Ziel. Würde ihr Wegziehen den eigenen König ins Schach stellen, ist der Zug verboten. Bei anderen Zielen, etwa der Dame, kann ein Wegzug trotzdem legal sein.

Drei Gewohnheiten, die helfen.

Vor dem Zug hinschauen.

Was droht der Gegner? Ist dein König sicher? Welche Figur könnte nach deinem Zug angegriffen sein?

Die Figuren mitspielen lassen.

Entwickle Springer und Läufer, beachte das Zentrum und prüfe, wann eine Rochade sinnvoll und möglich ist.

Aus der Partie lernen.

Schau dir danach eine spannende Stellung noch einmal an. Oft ist die gemeinsam gefundene Idee wertvoller als das Ergebnis.

Regelgrundlage und Hinweise zum Beispielbrett

Diese Seite erklärt die Grundlagen des klassischen Schachs. Die Regelprüfung stützt sich auf die FIDE-Schachregeln, gültig seit 1. Januar 2023, insbesondere Artikel 1 bis 6 und 9. Redaktioneller Stand: 12. September 2026. Turnierdetails stehen in den vollständigen Regeln und der jeweiligen Ausschreibung.

Ausgangspunkt ist die bisherige Spielregelseite des SC Rehberge. Das interaktive Brett ist eine Darstellung der Zugweisen auf einem leeren Brett. Es prüft keine vollständigen Partiestellungen. Beim Bauern zeigen Ringe nur Schlagrichtungen; dort muss zum normalen Schlagen ein gegnerischer Stein stehen. En passant und Umwandlung werden separat erklärt.

Die beste Übung?
Ein Gegenüber am Brett.

Den SC Rehberge kennenlernen